FILISTINA 2022

2002 – 2022

20 Jahre Palästina Initiative Region Hannover

10. Filistina 2022

                  Festival für Kultur und Politik in Palästina

20 Jahre Palästina Initiative Region Hannover wollen wir mit der 10. Filistina – Festival für Kultur und Politik – 2022 feiern. Coronabedingt findet sie diesmal nicht als eine geschlossene Reihe, sondern in verschiedenen Einzelveranstaltungen statt, um flexibel auf die aktuellen Bedingungen reagieren zu können.

 

Wir beginnen mit

Lesung, Vortrag und Gespräch

12. Mai, 19.00 Uhr im ka:punkt, Grupenstr. 8, Hannover

Die palästinensische Friedensaktivistin und Autorin Sumaya Farhat-Naser wird über das Leben unter Militärbesatzung und ihre Friedensarbeit sprechen. Sie wird aus ihrem Buch “Ein Leben für den Frieden” lesen und über ihre langjährige Erfahrung der Vermittlung von Gewaltfreier Kommunikation berichten. Wie Menschen, v. a. Frauen und Jugendliche, in Seminaren durch individuelle Auseinandersetzung mit Angst und Stress ermutigt werden, ihr Leben – trotz vielfältiger Gewalterfahrung – zu gestalten. Immer wieder werden dabei gemeinsam Perspektiven gesucht, die Hoffnung schaffen.

Ein Leben für den Frieden:
Perspektiven suchen und Hoffnung schaffen

Sumaya Farhat-Naser, geboren 1948 in Birzeit bei Ramallah, im Jahr der israelischen Staatsgründung, die aufgrund der Vertreibungen als Nakba (Katastrophe) ins kollektive Gedächtnis der Palästinenser eingegangen ist, wuchs im Westjordanland auf, das seit nunmehr funfundfünfzig Jahren von Israel besetzt gehalten wird. Sie studierte Biologie, Geographie und Erziehungswissenschaft an der Universität Hamburg und promovierte in Angewandter Botanik. Ab 1982 war sie Dozentin für Botanik und Ökologie an der Universität Birzeit in Palästina. Sie ist Mitbegründerin und Mitglied zahlreicher Organisationen, u.a. von Women Waging Peace an der Harvard-Universität und von Global Fund for Women in San Francisco.

Seit Jahrzehnten setzt sie sich in Friedensinitiativen und Frauengruppen für Dialog und Gewaltverzicht bei der Lösung des Nahostkonflikts ein. In mittlerweile fünf Büchern und auf zahlreichen Vortragsreisen hat Sumaya Farhat-Naser von ihrer Arbeit und vom Alltag unter Besatzung berichtet. Ihr Engagement wurde vielfach ausgezeichnet: 1989 erhielt Sumaya Farhat-Naser die Ehrendoktorwürde der Theologischen Fakultät der Universität Münster. 1995 wurde sie mit dem Bruno-Kreisky-Preis für Verdienste um die Menschenrechte und 1997 mit dem Evangelischen Buchpreis des Deutschen Verbands Evangelischer Büchereien sowie dem Versöhnungspreis Mount Zion Award in Jerusalem ausgezeichnet. Zudem erhielt sie 2000 den Augsburger Friedenspreis, ihr wurden die Hermann-Kesten-Medaille des P.E.N.-Zentrums Deutschland (2002), der Bremer Solidaritätspreis (2002), der Profaxpreis (2003) und der AMOS-Preis für Zivilcourage in Religion, Kirchen und Gesellschaft (2011) verliehen. In 2013 wurde die Autobiographie „Thymian und Steine“ als Buch der Stadt Köln ausgezeichnet.

Die Einladung zu dieser Veranstaltung als PDF