FILISTINA 2020

 

FILISTINA 2020 DIGITAL

Coronabedingt mussten auch wir einige Veranstaltungen der FILISTINA 2020 absagen. Wann sie wieder in der bisher üblichen Form möglich sind, ist ungewiss. Deshalb führen wir nun die ursprünglich für den 19.03.2020 angesetzte Diskussion „Nicht reden, sondern tun!“ in digitaler Form durch und laden Sie herzlich ein, daran teilzunehmen. Weitere Informationen für Ihre Teilnahme entnehmen Sie bitte dieser Ankündigungskarte samt Link zu unserem Kooperationspartner Alsharq, der die technische Durchführung übernimmt.

Neuer Termin:

Mittwoch, der 23. September 2020 um 19:30 Uhr

„Nicht reden, sondern tun!“

 

 

Aufgrund der Ausbreitung des Corona-Virus und der Maßnahmen dagegen fallen alle weiteren FILISTINA-Veranstaltungen ab Montag, den 16.3. aus.

Das betrifft die Präsentation im KoKi am 16.3., die Filme zwischen dem 17. und 31.3. und die Veranstaltung im Pavillon am 19.3.

Wir bedauern das sehr, bitten jedoch angesichts der Situation um Verständnis. Wir werden versuchen, die Veranstaltungen im weiteren Verlauf des Jahres nachzuholen.

 

Die Palästina Initiative Region Hannover setzt mit der 9. FILISTINA 2020 ihre Bemühungen fort, Kenntnis und Verstehen der Lebenssituation der palästinensischen Bevölkerung in der Westbank, in Ost-Jerusalem und in Gaza zu fördern und Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen.

Während Palästinenserinnen und Palästinenser gerade hinter Checkpoints, Mauern und im öffentlichen Diskurs unsichtbar zu werden drohen, wollen wir genau hinsehen.

Mit praktischen und künstlerischen Beispielen von Menschen verschiedener Religionen und Ethnien veranschaulichen wir die Bedeutung von Kreativität und künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten in Literatur, Malerei und Film für die Bewältigung bedrängender Lebenslagen.

Der Austausch zwischen palästinensischer und deutscher Kultur eröffnet die Chance, die persönlichen Erfahrungen und Blickwinkel zu erweitern oder zu hinterfragen und ermöglicht dadurch die Entwicklung eines interkulturellen Verstehens.

Wir laden Sie herzlich ein zu unserem
Festival für Kultur und Politik in Palästina 2020
Astrid Wortmann

 

Das Programm der FILISTINA 2020 als PDF-Flyer

 

AUFTAKTVERANSTALTUNG
Eröffnung der 9. FILISTINA mit geladenen Gästen,
Grußworten, Vortrag, Musik und Empfang

DIENSTAG 25.02.2020, 18:00 UHR
Leibnizhaus, Holzmarkt 4, 30159 Hannover

Es sprechen u.a.
die Botschafterin Palästinas in Deutschland Dr. Khouloud Daibes,
der Bürgermeister der Landeshauptstadt Hannover Thomas Hermann,
der Präsident der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft e.V. Nazih Musharbasch

Festvortrag von Matthias Wolf,
Direktor der Deutschen Evang.-Luth. Schule Talitha Kumi in Beit Jala, Palästina:
„Talitha Kumi, eine deutsche Auslandsschule in der Westbank – Herausforderungen und Chancen.“

Musikalische Begleitung: Ahed Nofal, Oud und David K. Ehlers, Piano

 

 

Das Programm

 

 

FREITAG 28.02.2020, 19:00 UHR
[ka:punkt], Grupenstraße 8, 30159 Hannover
Eintritt: 8,00 €

KABARETT und MUSIK
„Besetzt!“ von und mit Bengt Kiene

Illegale Siedlungen – undurchdringliche und chaotische Vetternwirtschaft – starre religiöse Vorschriften auf allen Seiten – die absurden Seiten des Lebens unter Besatzung – Annäherungen – Abstoßungen – reale Gefahren und unsinnige Ängste.
Es wirken mit: Palästinenser, orthodoxe Juden, israelische Araber, linke Israelis, überwiegend Männer, einige Frauen, ein Schwein.
Der Versuch eines satirischen Blickes auf den Israel-Palästina-Konflikt inkl. einiger musikalischer Anteile. Shallah und Allom!

 

MITTWOCH 04.03.2020, 19:30 UHR
Stadtbibliothek, Hildesheimer Str.12, 30169 Hannover
Eintritt: 5,00 €

LESUNG und GESPRÄCH

„Mahmoud Darwish – Ein Feature“ von und mit Noemi Schneider

Zehn Jahre nach dem Tod des Dichters Mahmoud Darwish, der lange als aussichtsreicher Kandidat für den Literaturnobelpreis galt, reist die Autorin durch Israel und Palästina und berichtet in ihrem Feature über die Rezeptionsgeschichte seines Werks. Neben seinen Gedichten kommen zahlreiche Stimmen über Leben und Werk des Poeten zu Wort.

Sprecher, arabisch: Diab Hussein; Sprecher, deutsch: Dieter Albrecht

 

DIENSTAG 10.03.2020, 19:30 UHR
Buchhandlung an der Marktkirche, Hanns-Lilje-Platz 4, 30159 Hannover
Eintritt: 8,00 €

LESUNG und GESPRÄCH

„Jerusalemtag“ von und mit Ruth Fruchtman

Die Autorin erzählt in ihrem Roman die Geschichte der in Europa lebenden Jüdin Roma Kahn und ihrer Familie. Zeitgleich mit dem Beginn des Sechs-Tage-Kriegs in Israel und der Besetzung der Jerusalemer Altstadt im Juni 1967 wird in London Romas Sohn David geboren. Die Folgen dieses ‚Jerusalemtags‘ prägen fortan die Lebenswege der Familie Kahn.

In ihrer Fähigkeit, die Geschichte und das Politische mit persönlichen Erfahrungen zu verbinden, lässt die Autorin den Leser nachvollziehen, wie sehr das Leben des Einzelnen durch die Geschichte und die Politik mitbestimmt wird.

 

DONNERSTAG 12.03.2020, 19:00 – 21:00 UHR
Kulturzentrum Pavillon, Lister Meile 4, 30161 Hannover

!ACHTUNG! PROGRAMMÄNDERUNG am 12.03.2020
Krankheitsbedingte Absage der Veranstaltung mit Ruprecht Polenz
„Friedenslösung oder Konfliktmanagement“

Stattdessen am selben Ort zur selben Zeit:

POLITISCHER VORTRAG
„One Wall, two Jails“
Erlebnisse im Heiligen Land – als Menschenrechtsbeobachter in Israel und Palästina

Dr. Daniel Alexander Schacht, Journalist aus Hannover, war als Gast des Weltkirchenrats mehrere Monate an Brennpunkten im israelisch besetzten Westjordanland und Ostjerusalem. Eine Präsentation über die schwierige Lage der meisten Palästinenser und das mutige Engagement vieler Israelis gegen die Besatzung – mit anschließender Diskussion über die Auswirkungen der Wahl in Israel und die Positionen der deutschen Außenpolitik.

 

 

FREITAG 13.03.2020, 20:00 UHR
die hinterbuehne, Hildesheimer Str. 39a, 30169 Hannover
Eintritt: 8,00 €

KABARETT und MUSIK

„Besetzt!“ von und mit Bengt Kiene (Programm siehe 28.02. 2020)

 

 

Zusätzlich zum Programm der FILISTINA

SONNTAG 03.05.2020, 18:30 UHR
TAK – Die Kabarett Bühne, Am Küchengarten 3-5, 30449 Hannover
Eintritt: 25,00 € / erm. 11,50 €

KABARETT und MUSIK

„Besetzt!“ von und mit Bengt Kiene (Programm siehe 28.02. 2020)

 

 

 

FILME und BEGLEITPROGRAMM
Im März-Programm des Kommunalen Kinos
Künstlerhaus, Sophienstr. 2, 30159 Hannover
Alle Vorstellungen werden von einer kurzen Einführung und einem anschließenden Gesprächsangebot begleitet, zum Teil mit geladenen Gesprächspartnern.

 

MONTAG 16.03.2020, 19:30 UHR
Gartensaal im Künstlerhaus, Sophienstr. 2, 30159 Hannover

PRÄSENTATION

„Palästinenser im Wunderland“

Graffiti gegen Gewalt: Die weltweit beachtete Blüte der Street Art – an Israels Sperrmauer zur Westbank in Bethlehem

mit Dr. Daniel Alexander Schacht

Mit seinen Graffiti hat der internationale Street-Art-Star Banksy eine Konjunktur der Kunst an der Sperrmauer losgetreten, die Israel durch Bethlehem gebaut hat. Eine Präsentation von Dr. Daniel Alexander Schacht als visueller Spaziergang an dem Bauwerk, dass die Palästinenser isolieren sollte – und das durch Street Art aus aller Welt jetzt gerade Aufsehen erregt.

 

DIENSTAG 17.03.2020, 18:00 UHR
Künstlerhaus, Sophienstr. 2, 30159 Hannover
Eintritt: 6,50 €, erm. 4,50 €

„Wall“

Animationsdokumentar-Film von Cam Christiansen, Kanada 2017, 82 Min.

Ein ungewöhnlicher visueller Stil zeichnet den Film des kanadischen Regisseurs Cam Christiansen aus. Er verbindet Animation, 3D-Bilder und die Erzählung des kanadischen Dramatikers und Drehbuchautor David Hare über seine Reise entlang der Grenze zwischen Israel und Palästina. Hare zeigt dabei die Auswirkungen der Grenzmauer auf das Leben der betroffenen Anwohner in der Region auf. Der Film soll keine einfachen Erklärungsmuster anbieten, vielmehr will Christiansen vermitteln, dass schwierige, komplexe Themen ein gründliches Hinsehen erfordern und schnelle Urteile die Mauern zwischen uns -wörtlich und bildlich – nur verstärken.

 

DIENSTAG 17.03.2020, 20:15 UHR
Künstlerhaus, Sophienstr. 2, 30159 Hannover
Eintritt: 6,50 €, erm. 4,50 €

„Disturbing the Peace“

Dokumentarfilm von Stephen Apkon, USA 2016, 87 Min., dt. U.

Die israelisch-palästinensische Friedensinitiative Combatants for Peace setzt sich seit 2006 für die gewaltfreie Beilegung des Konflikts ein. Der Film erzählt anhand persönlicher Schicksale, wie ehemals verfeindete Kämpfer und Kämpferinnen sich heute gemeinsam für ein friedliches Zusammenleben engagieren. Er zeigt, was es bedeutet, in Israel oder Palästina aufzuwachsen und alltäglich mit Gewalt leben zu müssen, aber auch, dass ein Durchbrechen der Spirale von Terror, Leid und Hass möglich ist, wenn man die eigene Haltung hinterfragt und bereit ist, die Welt mit den Augen der „Anderen“ zu betrachten. 2017 und 2018 wurden die Combatants for Peace für den Friedensnobelpreis nominiert.

Anschließendes Gespräch mit einer Vertreterin der Combatants for Peace Deutschland.

 

MITTWOCH 18.03.2020, 19:30 UHR
Künstlerhaus, Sophienstr. 2, 30159 Hannover
Eintritt: 6,50 €, erm. 4,50 €

Zwei Dokumentar-Kurzfilme von Mohammed Alatar

Anschließendes Filmgespräch mit dem Regisseur (angefragt).

„Jerusalem. The East Side Story“
Palästinensische Autonomiegebiete 2008, Omdt.U., 57 Min.

Die Dokumentation zeichnet aus palästinensischer Sicht die wichtigsten historischen Etappen seit der israelischen Staatsgründung nach. Der Regisseur Mohammed Alatar konzentriert sich dabei auf die Auswirkungen der israelischen Besatzungspolitik auf die Bewohner der Stadt Jerusalem. Der Westteil der Stadt wird seit 1948 von Israel kontrolliert, der Ostteil seit 1967.

„Broken“
Palästinensische Autonomiegebiete 2018, Omdt.U., 52 Min.

Im Zentrum von Mohammed Alatars Film steht die völkerrechtliche Bewertung des Verlaufs der von Israel auf palästinensischem Gebiet errichteten Sperrmauer zwischen Israel und den palästinensischen Gebieten. Der Internationale Gerichtshof in Den Haag wurde von der UNO beauftragt, nicht die Mauer als solche, sondern deren Verlauf juristisch, d.h. vor allem völkerrechtlich zu bewerten.

Eine besondere Qualität des Films ist in den Interviews zu sehen, die der Regisseur mit den beteiligten Richtern führt, auch mit dem US-amerikanischen Richter über die Gründe seines Minderheitsvotums.

 

DONNERSTAG 19.03.2020, 19:30 UHR
Kulturzentrum Pavillon, Lister Meile 4, 30161 Hannover

DISKUSSION
„Nicht reden, sondern tun!“
Stärken Entwicklungsprojekte die palästinensische Zivilgesellschaft?

Was leisten deutsche Entwicklungsprojekte in den besetzten palästinensischen Gebieten? Wie können sie zu verbesserten Lebensbedingungen der palästinensischen Gesellschaft beitragen? Wie nachhaltig sind entwicklungspolitische Interventionen vor Ort? Eingeladen sind Referent*innen verschiedener Projekte und Kooperationen.

Riad Othman – Nahostreferent von medico international, Arbeitsaufenthalte in Uganda, Pakistan, Syrien, zuletzt medico-Büroleiter in Ramallah

Dipl. Ing Ursula Mindermann / Fouad El Haj – ehrenamtliche Manager des Kaktusfeigensaft-Projekts „Sahber“ mit palästinensischen Bauern

Souhail Kahla – Handelspartner für Fairen Handel

Dr. Hartmut Jokisch – Freundeskreis Beer Yaakov – Jifna, Kommunale Partnerschaft mit Jifna

 

DIENSTAG 24.03.2020, 18:00 UHR
Künstlerhaus, Sophienstr. 2, 30159 Hannover
Eintritt: 6,50 €, erm. 4,50 €

„Wall“ (Beschreibung siehe 17.03. 2020)

Animationsdokumentar-Film von Cam Christiansen, Kanada 2017, 82 Min.

 

MONTAG 30.03. und DIENSTAG 31.03.2020, 20:15 UHR
Künstlerhaus, Sophienstr. 2, 30159 Hannover
Eintritt: 6,50 €, erm. 4,50 €

„Der Fall Sarah & Saleem“

Spielfilm von Muayad Alayan,

Palästina/D/NL/Mexiko 2018, 127 Min.

Der Film erzählt die Geschichte einer Affäre zwischen zwei verheirateten Menschen, die unter normalen Umständen Stoff für ein emotionales Drama wäre. Wenn sie aber in der geteilten Stadt Jerusalem, zwischen einer Israelin und einem Palästinenser stattfindet, wird aus der Liebesaffäre zweier Menschen schnell eine politische Affäre und die Sicherheitsbehörden beider Seiten übernehmen die Regie.

 

 

DIE PALÄSTINA INITIATIVE DANKT

FÜR DIE KOOPERATION UND

UNTERSTÜTZUNG

Kulturförderung der Region Hannover

Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover

Dr. Buhmann Stiftung für interreligiöse Verständigung

Kirchlicher Entwicklungsdienst der Ev.-Luth. Landeskirchen

in Braunschweig und Hannover

NAJDEH e.V. Soziale Hilfsorganisation für die Palästinenser

Kommunales Kino im Künstlerhaus Hannover

Buchhandlung an der Marktkirche

Landeshauptstadt Hannover

Stadtbibliothek Hannover

die hinterbuehne

[ka:punkt] Hannover

Kulturzentrum Pavillon

Deutsch-Palästinensische Gesellschaft e.V.